Patenbitten

Am Samstag, den 26.10.2019 folgte der dritte und letzte Streich in Vorbereitung auf das 150 jährige Gründungsfest – das Patenbitten bei der Nachbarwehr Rengersdorf

Patenbitten

Pünktlich um 18.30 Uhr erreichte der Tross der FEUERWEHR AUFHAUSEN das Schützenhaus in Prunn, wohin die FFW Rengersdorf zum Patenbitten eingeladen hatte. Angeführt von der Vorstandsriege mitsamt der Festmutter Ingrid Obermeier marschierte die 55-köpfige Mannschaft

aus Aufhausen der Nachbarwehr entgegen, die sich zusammen mit der Blaskapelle Arnstorf bereits in Spalierform vor dem Eingang aufgestellt hatten. Die Musiker spielten sodann alle Gäste in das Schützenhaus, das letztendlich bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Als alle Gäste mit Getränken versorgt waren und der erste Durst gelöscht war, eröffnete Sigi Petzenhauser mit seiner Begrüßungsrede nun offiziell das Patenbitten. Dabei konnte er viele Ehrengäste, darunter 1. Bürgermeister Max Schadenfroh, 2. Bürgermeisterin, Landtagsabgeordnete und Schirmherrin Dr. Petra Loibl, Kreisrat Alois Kern, die Markträte Beate Ortmeier und Josef Eberhard, sowie die Feuerwehrdienstgrade KBI Dyonis Härtl und KBM Max Schraufnagl begrüßen. Seine weiteren Grußworte richteten sich an die Rengersdorfer Fest- und Fahnenmutter Kathrin Nachreiner und Christine Schönhofer, die eigene Vorstandschaft, die Festmutter Ingrid Obermeier und die Vorstandschaft aus Aufhausen sowie alle anwesenden Gäste.

Als Sigi Petzenhauser fertig war übergab er das Wort an unsere Vorsitzende Gabriele Renner, die ebenfalls alle anwesenden Ehrengäste, Dienstgrade, Ehrenmitglieder und die restlichen Gäste begrüßte. Bevor Sie unser Anliegen vorbrachte, bedachte Sie zunächst die Rengersdorfer Fest- und Fahnenmutter sowie die Schirmherrin mit Blumensträußen. Nun aber wurde es ernst.

Gabriele Renner, Kommandant Markus Renner, Fahnenmutter Ingrid Obermeier sowie unsere Schirmherrin Dr. Petra Loibl knieten auf das mitgebrachte Scheit nieder und brachten in Versform die Bitte um die Patenschaft für das anstehende Gründungsfest vor. Auch 50 Liter gekühltes Bier aus dem Fass wurden mitgebracht, um den Rengersdorfern die Entscheidung zu erleichtern. Unterm Strich brachte jedoch alles nichts – man kam nicht um ein paar Spielchen herum, die sich unsere Nachbarn bereits ausgedacht hatten.

Bei der ersten Aufgabe bekamen Gabriele Renner und Ralf Willnecker einen Feuerwehrhelm aufgesetzt, auf dem ein Schnapsglas befestigt war. Damit mussten die beiden ein Bobbycar besteigen und mit den mit Wasser befüllten Gläsern zur Brandstelle (in Summe 8 Kerzen) fahren, um das Feuer damit auszulöschen.

Nach bestandener erster Prüfung wurden der 2. Vorstand Bepp Willnecker und der 2. Kommandant Hannes Karg nach vorne gebeten. Ihnen wurde nun ein Holzgestell auf den Rücken gebunden, an dem vorne zwei Griffe sowie ein Brett mit einem Loch herunterhingen. Die Griffe waren über Seile mit dem Brett verbunden. In dieses Brett wurde ein Glas Bier gestellt, dass die beiden mit den Griffen manövrieren konnte. Damit mussten Sie das Glas nun zu ihrem Mund bringen und austrinken. Diese Aufgabe hatte es ganz schön In sich, konnte jedoch nach einer kurzen Probephase ebenfalls gelöst werden. 

Auch die dritte Aufgabe stand ganz im Zeichen der Feuerwehr! Es mussten wie in der Leistungsprüfung 4 Saugschläuche zusammengekuppelt werden, wofür Moritz Obermeier, Simon Reithmeier sowie Thomas und Simon Röhrl ausgewählt wurden. Um die Sache etwas zu erschweren, wurde den Prüflingen allerdings die Augen verbunden, was die Sache natürlich ungleich schwerer machte. Um nicht direkt „im Regen zu stehen“ übernahm Kommandant Markus Renner die Führung der Gruppe und so schafften es die vier Kollegen locker innerhalb der vorgegebenen 5 Minuten, die Schläuche zusammenzukuppeln.

Zu guter Letzt stand dann wie schon fast zu erwarten ein Trinkspiel auf dem Plan. Dabei mussten die fünf Feuerwehrler Gabriele und Markus Renner, Simon Reithmeier, Hannes Karg und Armin Eisenreich zwei Liter Bier aus einer Kübelspritze trinken. Die Absolventen mussten dazu auf eine Bierbank steigen und bekamen dort überdimensionale Strohhalme gereicht. Nun war eine hohe Saugkraft gefragt, da die Flüssigkeit immerhin auf eine Höhe von über 2 Metern gesaut werden musste. Allerdings war auch diese Aufgabe nicht zu schwer für die Aufhauser Wehr und somit wurden alle Aufgaben mit Bravur gemeistert.

Nun war auch der 1. Vorsitzende der Rengersdorfer Wehr von den Fähigkeiten der Nachbarn überzeugt und stimmte voller Freude der Aufhausener Bitte zu – „sehr gerne übernehmen wir die Patenschaft für euer Gründungsfest im nächsten Jahr. Wir werden euch ein guter Pate sein und freuen uns jetzt schon, noch mehr als ihr euch selbst auf das Fest“!

Damit fiel allen Anwesenden ein Stein vom Herzen und es konnte nun ein Gemeinschaftsbild gemacht werden, ehe der Kommandant Simon Schönhofer das mitgebrachte 50 Liter Fass anzapfte und dann das Bier in die eigens angefertigten Krüge einschenkte.

Da alle mit Getränken versorgt waren hatte Sigi Petzenhauser jetzt die ehrenvolle Aufgabe, das Buffet zu eröffnen, welches in einem Nebenraum aufgebaut war.

Bei bester musikalischer Unterhaltung der Arnstorfer Blaskapelle konnte alle genüsslich ihr Essen verspeisen und die Stimmung stieg Stunde für Stunde, nicht zuletzt durch den ein oder anderen Schnaps, der von den Rengersdorfer Feuerwehrdamen verteilt wurde.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Tanzfläche füllte und wie bereits zu erwarten war, ging das Patenbitten bis in die frühen Morgenstunden.

Da nun eine Schirmherrin, eine Festmutter und auch ein Patenverein gefunden wurde, kann das Gründungsfest jetzt kommen und es kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

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